Teile, die in keiner Zeichnung mehr stehen
Bei importierter Ausrüstung ist mit den Jahren zuerst die Teileversorgung blockiert. Das Modell ist ausgelaufen, oder das eingebaute Teil ist nicht das, was die Unterlagen zeigen.
Wir beginnen am Bauteil
Bei älteren Anlagen ist das eingebaute Teil zuverlässiger als die Unterlagen. Typenschild, Anschlussform und Maße nehmen wir auf, sobald die Anlage stillsteht oder das Teil ausgebaut vorliegt, und gleichen sie mit der Fertigungshistorie des Herstellers ab. Wer diesen Schritt überspringt, bekommt ein Teil geliefert, das nicht passt.
- Typenschild und Modellhistorie prüfen
- Maße und Anschlussform gegen die Unterlagen abgleichen
- Auslauf- und Nachfolgemodelle beim Hersteller klären
Alternativen prüfen wir mit
Ist das Originalteil nicht mehr zu bekommen, sehen wir Nachfolgemodelle und gleichwertige Teile an. Vollständig identische Spezifikationen sind dabei selten. Was abweicht, sagen wir vorher — nicht nach der Lieferung.
- Nachfolgemodelle und gleichwertige Teile ermitteln
- Abweichende Spezifikationen vorab benennen
- Bei Bedarf Rückfrage beim Hersteller
Bis ins Werk hinein
Auch ein beschafftes Teil muss die Unterlagen des Bestellers und den Werkszutritt passieren. Für Instandsetzungsteile gilt dabei nichts anderes als für eine Neuanlage.
- Geforderte Unterlagen des Bestellers prüfen
- Zutritt und Anliefertermin abstimmen
- Einfuhrabwicklung, soweit erforderlich
Ein häufiger Irrtum
Die Modellbezeichnung allein reicht selten aus. Hersteller ändern Bauformen innerhalb derselben Bezeichnung, und in Anlagen, die schon einmal instand gesetzt wurden, sitzt an der Stelle oft ein Teil aus einer anderen Baureihe. Ein Foto des Typenschilds sagt uns mehr als mehrere Zeichnungen: Bezeichnung, Baujahr und die Frage, was gerade nicht funktioniert. Damit lässt sich einschätzen, ob das Teil zu bekommen ist.