Bis die Ware an ihrem Platz steht
Der Auftrag ist der Anfang, die Lieferung der Abschluss. Unterlagen und Verpackung nach Vorgabe, Werkszutritt und Sicherheitsunterweisung, Anlieferfenster und Entladebedingungen, dazu die Einfuhr — stimmt eines davon nicht, verschiebt sich der gesamte Termin.
Vorgaben des Bestellers
Dasselbe Bauteil, ein anderer Besteller — und die Anforderungen sind andere. Format von TAG-Nummer und Typenschild, mitzuliefernde Bescheinigungen und Prüfprotokolle, Verpackung und Konservierung, sogar die Sprache der Beschriftung stehen in den Vorgaben. Nach der Bestellung ist diese Prüfung zu spät: Die Angaben müssen bereits in Zeichnung und Dokumentation des Herstellers stehen.
- Lieferrelevante Anforderungen aus der Spezifikation des Bestellers herausziehen und an den Hersteller weitergeben
- Format von TAG-Nummer, Typenschild und Kennzeichnung vorab abstimmen
- Geforderte Dokumente auflisten und vor dem Versand gegen die Sendung abgleichen
- Vorgaben zu Verpackung, Konservierung und Holzbehandlung klären
Werkszutritt und Unterweisung
Auf dem Werksgelände kommen die Menschen vor der Ware. Der Zutritt wird vorab angemeldet, und die Sicherheitsunterweisung findet zu festgelegten Terminen statt. Wer einen Termin verpasst, wartet auf den nächsten — und die Anlieferung wartet mit. Fahrzeug, Fahrer und eingesetzte Personen müssen vorher gemeldet sein, sonst passiert niemand das Tor.
- Zutrittsanträge und die dafür nötigen Personen- und Fahrzeugdaten zusammenstellen
- Termine der Sicherheitsunterweisung klären und Personen einteilen
- Abschnitte, die einen Erlaubnisschein verlangen, vorab abstimmen
- Ansprechpartner und Erreichbarkeit für den Anliefertag festlegen
Transport und Anlieferung
Schwer- und Langgut fängt schon bei der Route anders an. Viele Standorte lassen Anlieferungen nur in festgelegten Zeitfenstern zu; Entladestelle und Entladegerät stehen vorher fest. Anlieferungen in den frühen Morgenstunden kommen vor. Wird das erst am Tor geklärt, ist es zu spät.
- Maße und Gewicht prüfen und Fahrzeug sowie Route danach auswählen
- Zulässige Anlieferzeiten und die Entladestelle bestätigen lassen
- Kran, Stapler und weiteres Entladegerät disponieren
- Bei Teillieferungen Reihenfolge und Termine aufeinander abstimmen
Einfuhr- und Zollabwicklung
Bei Anlagen und Teilen aus dem Ausland hängt der Anliefertermin an der Einfuhr. Tarifierung, Ursprung und erforderliche Nachweise gehören geklärt, bevor das Schiff anlegt — sonst beginnt die Suche nach Unterlagen erst im Hafen.
- Tarifierung und Ursprungsnachweis vorab klären
- Einfuhrvoraussetzungen prüfen, soweit Nachweise oder Prüfungen verlangt werden
- Versanddokumente gegen die vom Besteller geforderten Unterlagen abgleichen
- Zolltermin und Anliefertermin miteinander verbinden
Was in Anfragen meist fehlt
Besteller und Standort, ungefähre Maße und Gewicht des Liefergegenstands, gewünschter Anlieferzeitraum. Mit diesen drei Angaben lassen sich Ablauf und Dauer sofort einschätzen. Am häufigsten fehlt der Standort — und ohne ihn steht die Antwort erst nach einer Rückfrage. Liegt die Spezifikation des Bestellers vor, ziehen wir die lieferrelevanten Punkte daraus heraus.